Ein Recht, Schmerz zu empfinden


„Geh, mach dir nichts draus!“ „Das ist doch nicht so schlimm!“ „Andere müssen noch viel mehr aushalten!“

Soll das ein Trost sein? Hast Du die Verpflichtung, immer stark zu sein, nie verzweifelt, kein Leid zu empfinden?

Ich bin der Meinung, dass es sich bei den vorigen Aussagen einfach nur um die Unfähigkeit handelt, mit- zu- leiden. Lieber leugnet Dein Gegenüber Deinen Schmerz und hat irgendwelche oberflächliche Trostworte, als dass er sich Zeit nimmt, um Dein Leid mitzutragen, mitzufühlen. Er möchte sich nicht auf Deine Traurigkeit einlassen, oder aber er kann es gar nicht, weil er selbst in einer Kapsel steckt, die er sich geformt hat, als er einmal alleine und hilflos war.

Du hast ein Recht auf Dein Leid, auf Deinen Schmerz. Nicht, dass Du darin verharren solltest und nur mehr auf Deinen Schmerz als auf das Wichtigste auf der ganzen Welt blicken solltest. Und dass Du dann dabei selbstmitleidig auf alles andere vergisst und Dich in Deinen Jammer vergräbst, das nicht!

Aber Dein Schmerz, wenn Du ihn als solchen wahrnimmst, darf hier sein. Er darf hier und jetzt existieren, so reell, wie auch Du existierst.

Kein Mensch wird Dir sagen, wenn Du mit einem gebrochenen Bein im Krankenhaus liegst, dass das nicht weh tut oder dass Du nicht übertreiben sollst. (Lassen wir jetzt diejenigen Leute beiseite, die auch dann noch gleich ihre eigene Krankengeschichte zu erzählen beginnen.)

Schmerz ist Schmerz und basta.

Dein Leid zu leugnen, wäre eine Lüge.

Es ist wie mit einer Beleidigung: Zuerst muss sie als solches gesehen und identifiziert werden, dann kann eventuell der Schuldige gefunden werden, sofern das möglich ist, und dann kommt die Entscheidung:

„Hier und jetzt empfinde ich Schmerz. Ich entscheide mich, zu verzeihen. Ich entscheide mich, das Leid zu tragen. Ich entscheide mich, gerade zu stehen, zuzugeben, dass es weh tut und weiterzugehen.

Es ist wie beim Ballspiel. Abgeschossen wird der, der sich nicht dem Ball stellt, sondern davonläuft. Als kleines Mädchen habe ich das gemacht. Dann habe ich begriffen, dass es notwendig ist, dem Ball entgegen zu laufen. Ich habe den Ball frontal angegriffen und ihn so fangen können.

Das Leid wird uns nicht schaden können, wenn wir es nicht als solches leugnen. Es gehört zum Leben dazu wie die Nacht zum Tag und der Sturm zum Wetter.

Schade nur für die Menschen, die es nicht mehr verstehen, sich Zeit zu nehmen und gute Worte zu finden.

Wir aber wollen Menschen sein, die trösten, ohne zu verniedlichen, die wieder und wieder mit Geduld zuhören, ohne ein Urteil zu fällen. Menschen, die selbst ihr Kreuz zu tragen wissen und dadurch die anderen verstehen und ihnen Kraft geben.


Der Schöpfer hat Großartiges in das Wesen der Frau gelegt. Viel davon haben wir verloren, vergessen, verachtet.

Das ist ein Blog zur Neubesinnung auf das Innerste der Frau: Auf ihr Mutter-Sein von ganzem Herzen. Jede Frau ist Mutter: für ihre Kinder oder für die ihr Anvertrauten.

Sie ist Verwalterin des Lebens und der Schönheit.

Entdecke mit mir die prachtvolle Verantwortung deines Wesens!

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© 2017 Echt.Frau Inhaberin: Monika Berger, 4030 Linz, Österreich

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