© 2017 Echt.Frau Inhaberin: Monika Berger, 4030 Linz, Österreich

echt-frau@hotmail.com

Ja, ich möchte diesen Blog abonnieren!

Mein Kind verlässt die Familie

21 Sep 2019

 

Krass. Sie ist weg. 

 

Ganz ruhig! Es ist nichts Schlimmes passiert, unsere 21-jährige Tochter ist einfach nur ins Kloster gegangen. In ein strenges Kloster. Weit weg. Mit wenig Kontakt zur Außenwelt. Aber keine Gefahr in Verzug, es geht dort alles mit rechten Dingen zu. 

 

Wo liegt also ein Problem vor? 

 

Wenn ein Kind die Familie verlässt und seine eigenen Wege geht, dann wird ein Teil der Beziehung, der Verbindung, der Nähe und Vertrautheit abgetrennt. So wie damals, als es geboren wurde und die Nabelschnur durchtrennt wurde. Das Kind lebt sein eigenes Leben. Wir Eltern können es dazu beglückwünschen, wenn sein Weg – unserer Ansicht nach – gut ist, wir können es warnen oder uns Sorgen machen, ... oder alles zusammen. Es tut nichts zur Sache, das Kind ist weg.

 

Ich weiß, es klingt anmaßend, aber in den letzten Wochen habe ich sehr oft an Mütter denken müssen, denen der Tod ihr Kind entrissen hat. Ich habe für sie gebetet und mich in meinem Schmerz mit dem ihren vereint. 
Ich hatte wenigstens noch die Zeit und die Möglichkeit, mich auf den Abschied vorzubereiten, ihn so schön als möglich zu gestalten, die Zeit vorher zu planen und alles zu tun, was unser gemeinsames Erleben intensiver gemacht hat. Aber wenn Mütter den Schmerz ertragen müssen, sich nicht mehr verabschiedet zu haben, kein liebes Wort mehr gesagt oder gehört zu haben? Beten wir für sie, dass sie getröstet werden, dass sie Kraft und Mut bekommen, weiterzugehen!

 

Wo liegt also mein Problem? Ist es nicht eine Ehre, eine Tochter zu haben, die Christus auf seinen Weg mitnehmen will? Die Seinem Ruf folgt? oh ja. 

Das Problem liegt hier: Bin auch ich bereit, dieses JA meines Kindes mitzusagen? Gebe ich mein Kind auch wirklich her? Habe ich verstanden, was es heißt, wie Abraham hinaufzusteigen und kein anderes Opfer als das eigene Kind anbieten zu können? 

Das ist das Problem, das ich lösen muss. Ich meine, dass Kinder, wenn sie gehen, losgelassen werden müssen. Dass man ihnen die Freiheit wirklich und ganz klar geben soll. 

Das ist leichter gesagt als getan.

 

Wie viele Eltern mischen sich in die Bereiche ihrer erwachsenen Kinder ein und zerstören damit ihre Eigenständigkeit!

 

Ich hoffe, mit dem Opfer, das ich hier in meiner Tochter dem Herrn bringe, dazuzulernen, auch meinen anderen Kindern den Spielraum und den Freiraum zu lassen, den sie brauchen, um ihr Leben gut zu entwickeln. Ich hoffe, dass ich Gott allein das Recht lasse, über die Gedanken, Worte und Werke meiner Tochter zu verfügen und mich auf einer anderen Ebene ihr zu nähern, als ich es bisher getan habe. 

 

Die Geburt bedeutet das Hinter-sich-Lassen der Wärme und Nähe im Bauch der Mutter. Die zweite Geburt bedeutet das Verlassen der Wärme und Nähe des Zuhause und das Hinwenden auf den nächsten Schritt. 

 

Auch dieses Verlassen müssen Eltern mitvollziehen, damit sich das Kind zu einem großartigen Menschen entwickeln kann. 

 

... auch, wenn es weh tut ... 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Share on Facebook
Share on Twitter
Please reload

Der Schöpfer hat Großartiges in das Wesen der Frau gelegt. Viel davon haben wir verloren, vergessen, verachtet.

Das ist ein Blog zur Neubesinnung auf das Innerste der Frau: Auf ihr Mutter-Sein von ganzem Herzen. Jede Frau ist Mutter: für ihre Kinder oder für die ihr Anvertrauten.

Sie ist Verwalterin des Lebens und der Schönheit.

Entdecke mit mir die prachtvolle Verantwortung deines Wesens!

BELIEBTE BEITRÄGE

Please reload

  • Black Facebook Icon
  • Black YouTube Icon
  • Black Instagram Icon
  • Black Pinterest Icon
This site was designed with the
.com
website builder. Create your website today.
Start Now