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Das Bauchbaby (2) Liebe Mama, ich bin 2 mm groß und mein Herz schlägt schon!

20 Apr 2018

1 Neuester Stand der Wissenschaft – biologische Grundlagen (aus VWA, Anna Berger, 2016)

 

Vor nicht allzu langer Zeit glaubte man noch, dass das ungeborene Kind nichts weiter als ein lebendiges Wesen ohne Erinnerung, ohne Gefühle und ohne jegliche Denkprozesse sei. Im Jahr 1957 wagte es ein bekannter Kinderpsychologe namens Rene Spitz, über ungeborene Kinder zu sagen, dass es sich hierbei um „einen undifferenzierten Zustand [...], eine undifferenzierte Masse“ (Hertl, 1994, S.13) handle, ohne jegliche menschliche Kommunikation und ohne Verständnis. (vgl. Ellensohn, 2004, S.62)
Ärzte, Wissenschaftler und Psychologen waren noch vor dreißig Jahren davon überzeugt, dass es sich beim ungeborenen Leben um einen Zellklumpen handle, nach der Geburt nicht um viel mehr. (vgl. Rijt/Plooij, 2009, Position 164-168 )
So waren auch die Kreissäle eingerichtet. Grelles Licht, harte Liegeflächen, kalte Räume und laute Geräusche. Erst im Jahr 1975 gelang es dem Gynäkologen und Geburtshelfer Frederick Leboyer diese Verhaltensweise zu verbessern. Er setzte sich ein für eine Geburt ohne Gewalt. (vgl. Chamberlain, 2001, S. 13-14)


So geschah der Umbruch: Durch die vielen nun erst möglichen Untersuchungsmethoden konnten schon winzige Bauchbabys beobachtet werden. Die Ergebnisse waren revolutionär und rüttelten auch das Bewusstsein der Psychologen auf. Diese ließen ihre theoretischen Annahmen beiseite und setzten sich fortan in direkter Form
mit den Neugeborenen und deren Mütter auseinander. Schnell stellten sie fest, dass die Neugeborenen sich mit Bewegungen, Saugen und Zuhören und durch das Suchen von Blicken auf ihre eigene Art verständigen können. So wurde das Bewusstsein geschaffen, dass diese winzigen Menschen schon einiges mehr können und schlauer sind als man es ihnen zugetraut hätte und dass das Lernen schon im Mutterleib beginnt.
(vgl. Rijt/Plooij, 2009, Position 164-168 )


Sigmund Freud, ein bekannter Vertreter der Psychoanalyse, forschte über die unbewussten seelischen Beweggründe des menschlichen Verhaltens, allerdings spezialisierte er sich auf das Leben nach der Geburt.

Er brachte trotzdem den Stein ins Rollen, denn seine Ergebnisse und Aussagen wurden von anderen Psychoanalytikern aufgegriffen, die sich dann auch mit den Einflüssen, die auf das ungeborene Kind wirken, auseinandersetzten. Psychoanalytiker stießen auf Patienten, die sich mit pränatalen Träumen und vorgeburtlichen Erlebnissen quälten.

Diese Berichte brachten die Analytiker auf die Idee, die pränatale Phase als einen der Auslöser von psychischen Erkrankungen zu sehen. Sie zogen es in Betracht, dass das ungeborene Kind in der Lage sei, zu empfinden und zu erfassen. Gefestigt wurden diese neuen Erkenntnisse durch naturwissenschaftliche Experimente, die jene Vermutungen bekräftigten. Seit ca. 1970 war es der Wissenschaft durch den technischen Fortschritt möglich, jene Erkenntnisse der Psychoanalytiker zu untermauern. Durch Echoskopie oder Ultraschalluntersuchungen konnte man das ungeborene Kind beobachten und durch Intrauterin1-Fotografie war es nicht nur realisierbar, die Befruchtung abzubilden, sondern auch die Zellteilung und das Wachstum des Kleinen. (vgl. Ellensohn, 2004, S.62-64)


Laut dem Embryologen Erich Blechschmidt sind alle Organsysteme nach etwa 24 Tagen, wenn das Bauchbaby etwa 3,4 Millimeter groß ist, „(…) mit denen des Erwachsenen vergleichbar: die Haut wie auch die Anlage des
Zentralnervensystems und des peripheren Nervensystems, Herz, Leber, Lungenanlage, Darm und Genitaltrakt.“
(Blechschmidt, 1973, zit. nach Ellensohn, 2004, S. 63)
Nach etwa 20 Tagen kann man von einer Hirnfunktion sprechen. Zu diesem Zeitpunkt ist das ungeborene Kind circa zwei Millimeter groß. Das Herz, welches aus zwei Blutgefäßen besteht, pumpt Blut durch den winzigen Körper. (vgl. Alberti, 2002, S.19)
„Schon ab der siebten Lebenswoche können Nachrichten zwischen feinen Nervenfasern übermittelt werden, denn es gibt bereits erste Kontaktstellen. (…) Die entstehenden Verschaltungen werden sofort benutzt. (…) Mit der gleichzeitigen Entwicklung der Sinnesorgane ist damit die Voraussetzung für Wahrnehmung und Erfahrung geschaffen.“
(Alberti,2002,S.19)

 

 

 

 

 

 

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