Der Vater im Himmel – ein Großvater?


Das Wort 'Vergebung' ist ein heiliges Wort.

Niemand sollte es banalisieren. Genauso wenig wie den Vater im Himmel.

In meinen vergangenen Blogs habe ich schon über das Verzeihen (und: Bitte verzeih!) geschrieben. Es ist möglich, zu verzeihen, besonders, wenn Du Dich wirklich dafür entscheidest und die Liebe des Schöpfers siehst, die auch im Herzen Deines Beleidigers für Dich brennt.

Heute möchte ich auf die schweren Brocken eingehen. Ich bin beim nächsten Kapitel des Buches „Sprache der Liebe, für eine Kultur der Familie” von Livio Melina angekommen. (Grignion Verlag 2015)

Nimm Gott ernst! Er ist nicht der Großvater mit dem langen weißen Bart, der es gerne sieht, wenn sich die jungen Leute beim Spiel vergnügen, ohne sich weh zu tun. (C.S.Lewis) Der Schöpfer ist der Vater, der nicht gutherzig, sondern gütig ist. Er erkennt den Fehler, der bewusst, freiwillig und schwerwiegend begangen wird, als schwere Sünde. Und er beurteilt ihn auch so.

Das heißt nun, dass ein Vergehen, das eines ist, auch vor dem Schöpfer ein solches bleibt. Wenn von Dir verlangt wird, „Du sollest halt verzeihen”, dann merkst Du, dass Du nicht ernst genommen wirst. Du kannst nicht über einen Schmerz hinwegsehen, der Dich bis ins Innerste verletzt.

Wirkliche Sünde darf und kann nicht banalisiert werden.

Doch da die Menschen heute so schwer Vergebung schenken und finden können, ist es ihnen lieber, die Sünde zu verharmlosen und nur ein bisschen an der Oberfläche zu kratzen, um sich dann mit Dingen abzulenken, die das schlechte Gewissen betäuben.

Nun stellen wir uns aber einmal vor, Du bist es, die an einem wirklichen Vergehen, einer Sünde Deines Partners leiden musst. Sie hat in Dir nicht wieder gut zu machende Schäden hervorgerufen. In diesem Punkt ist Dein Leben sozusagen zerstört.

Es braucht ein Wort, ein Wort, das kein menschliches Wort ist.

„Das Wort Vergebung ist ein heiliges Wort: Man muss aufpassen, es nicht leichtfertig auszusprechen, es nicht zu missbrauchen, so, als stünde es nach Belieben zur Verfügung. Sonst wird es wertlos und unnütz, hässlich und banal.” (Livio Melina im oben genannten Buch II.Kapitel)

Da es ein heiliges Wort ist, ist der Heilige, der Schöpfer, der Erste, der es ausspricht: Von ihm kommt sie, er selbst bewirkt sie, für Dich und in Dir. Damit Dir vergeben wird und Du vergeben kannst.

Die teure Vergebung, der einzige Schritt zum Neubeginn

  • guter Fall: Dein Beleidiger sieht seine Schuld, er gesteht sie ein, er kommt zu Dir, bittet den Schöpfer und Dich um Vergebung, Du wiederum gestehst Deine Verletzung ein, machst sie nicht kleiner. Das Wunder der Schöpfung kann in Dir und durch Dich beginnen: Indem Du verzeihst.

  • hoffnungsträchtiger Fall: Dein Beleidiger ist nicht in der Lage, um Vergebung zu bitten, weil er seine Schuld nicht sieht, weil er nicht mehr anwesend ist, ... Was machst Du? Wende Dich an den Schöpfer, der Gutes belohnt und Böses bestraft. Sei sicher, dass Er alles sieht und weiß. Lass das Wunder der neuen Schöpfung in Dir geschehen: Erbitte Dir das Geschenk, zu vergeben, das zu vergeben, was Dich so sehr verletzt. Das ist eine Seite Deiner Gottesebenbildlichkeit: DU KANNST VERZEIHEN: Mit dem Bewusstsein, dass der Fehler nie banalisiert wird, und dass Du frei bist, ihn dennoch zu verzeihen.

Neues Leben beginnt. Jetzt.

Denn „der Mensch ist gerade dann in höchstem Maße frei, wenn er vergibt und durch die Vergebung stellt er gleichzeitig sich selbst und die Würde dessen, der ihn verletzt hat, wieder her, sodass das Netz der Beziehungen um ihn herum neu entsteht und er wieder in Gemeinschaft mit den anderen leben kann.”

(Johannes Paul II. Enzyklika „Dives in misericordia”)

So lade ich Dich ein, am heutigen Sonntag diese Barmherzigkeit anzunehmen: für Dich, und dann anzuziehen als neues Gewand Deines Herzens für Deine Umgebung und als Beweis Deiner Freiheit!

... im Gedenken, dass der Schöpfer kein seniler Großvater im weißen Bart, sondern ein starker Vater voll Güte und Strenge zugleich ist ...

Deine Monika

#Barmherzigkeitssonntag #verzeihen #Vergebung #Verletzung #Scheidung #Eheprobleme

Der Schöpfer hat Großartiges in das Wesen der Frau gelegt. Viel davon haben wir verloren, vergessen, verachtet.

Das ist ein Blog zur Neubesinnung auf das Innerste der Frau: Auf ihr Mutter-Sein von ganzem Herzen. Jede Frau ist Mutter: für ihre Kinder oder für die ihr Anvertrauten.

Sie ist Verwalterin des Lebens und der Schönheit.

Entdecke mit mir die prachtvolle Verantwortung deines Wesens!

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