Das heilige Jahr der katholischen Mutter (4) Vom Krippenbauen im Herzen


Wichtiger als alle äußeren Bräuche und stimmungsvollen Feierstunden ist die ernste Herzensvorbereitung für die Ankunft des Christkindes.

Die Kinder tragen gerne Strohhälmchen für die Krippe zusammen, die sie für jedes kleine Opfer der Selbstüberwindung von der Mutter bekommen.

Aber auch die Großen in der Familie sollen an diesem geistigen Krippenbau mithelfen.

Alle zusammen wollen wir erfinderisch sein in der Liebe: Wie wir eine unangenehme Arbeit freudig tun, unsere Ungeduld beherrschen, am Morgen flink aufstehen, im Spiel Gott zuliebe aufhören, auf etwas Leckeres verzichten, einem Armen zuliebe uns selbst etwas abziehen, ein paar Minuten schweigen usw.

Vor allem aber halten wir die Rosen unserer Gebete für das Jesukind bereit. Die Mutter kann zum Besipiel bei jeder sonntäglichen Adventstunde jedem Kind ein kleines Zettelchen unter seine Rose legen, auf dem ein ihm besonders entsprechender Wochenvorsatz vermerkt ist.

Vom Krippenbauen in der Familie

Der liebe heilige Franz von Assisi hat uns das Krippenbauen gelehrt. Es soll auch in unseren Familien wieder Sitte werden. Wie ganz anders wird der Sinn der heiligen Weihnacht erlebt, wenn die Krippe auch bei der häuslichen Feier zum Mittelpunkt wird!

Gewiss hat auch der Weihnachtsbaum seinen Zauber, und wir möchten ihn bei einer Weihnachtsfeier nicht missen. Aber er ist doch erst eine spätgeborene Sitte.

Sie hat sich im 17. Jhdt. eingebürgert. Die geschmückte Tanne sollte den neugeborenen Heiland als den Baum des Lebens bezeichnen. Jedoch denken die wenigsten Menschen daran – er steht auch oft im Zimmer der Ungläubigen und Nichtchristen

Viel inniger ist eine Krippendarstellung, und wäre sich noch so schlicht.

Ich sah in einem Hause mitten in der weihnachtlichen Stube einen grüngestichenen Obstkorb, mit Stroh ausgelegt. Darauf lag, in Windeln gewickelt, das Kindlein. Tannen bedeckten den Boden, darauf standen „Christrosen”, die die Kinder angefertigt hatten: Sie hatten Weingläser mit weißem Seidenpapier umhüllt und einen Talgbrenner hineingesteckt. Die Kinder knieten wie kleine Engel in Andacht vor ihrem Christkindlein.

Wo größere Buben sind oder wo der Vater mithilft, sollte das Krippenbauen die langen Adventsamstage ausfüllen. Geschicklichkeit und Phantasie, ja auch künstlerische Gestaltungskraft können sich dabei aufs Schönste bestätigen.

Gemeinsam wird der Entwurf besprochen, das Material beschafft, die Arbeit verteilt.

von selbst kommt uns zu Bewusstsein, dass es am Weihnachtsfest nicht in erster Linie um´s Schenken und beschenkt Werden geht, sondern um die Geburt Christi in unseren Herzen. In einem ganz anderen Geiste werden wir dann als Mütter das Weihnachtsfest vorbereiten können!

nächsten Samstag folgt: „Wie bereite ich den heiligen Abend vor” und ein Text eines einfachen Krippenspiels zum Vorlesen für die ganze Familie. – sehr nett ...! –

aus: Das heilige Jahr der katholischen Mutter, M. Schumacher-Köhl, Verlag Jos. Thum, Kevelaer 1933


Der Schöpfer hat Großartiges in das Wesen der Frau gelegt. Viel davon haben wir verloren, vergessen, verachtet.

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