• Monika Berger

Das Bauchbaby (16), Mangelernährung, Abtreibungsversuche, Psychische Krankheiten


Bei einer Mangelernährung in der Schwangerschaft versucht das ungeborene Kind die meiste ihm zugeführte Energie in das Gehirn zu ,,investieren“. Dabei werden andere Körperfunktionen vernachlässigt, und chronische Krankheiten, die erst beim Erwachsenen zutage treten, wie Herz- und Kreislauferkrankungen, Diabetes, Bluthochdruck und Übergewicht treten häufig auf. (vgl.Hüther/ Krenn,2013, S.116-117) Man könnte also annehmen, dass das Gehirn von der Mangelernährung unbetroffen bliebe. Aber dem ist nicht so: In vielen Studien wurde bewiesen, dass das Gehirn von mangelernährten Neugeborenen leichter ist und nicht vollständig ausgebildet. Am meisten wird vom Körper jedoch die Leber in Mitleidenschaft gezogen. Sie produziert sozusagen die Nahrung des Gehirns, die Glucose, und wird über ihre Grenzen beansprucht, um das Gehirn versorgen zu können. (vgl. Chamberlain, 2010, S.45-46) Ein Fötus-Physiologe namens Peter Nathanielsz führte Untersuchungen an Kindern, die während des zweiten Weltkrieges in Holland zur Zeit des Hungerwinters 1944 zur Welt kamen, durch. Er fand heraus, dass die Säuglingssterblichkeit um das Zehnfache höher war und dass die Neugeborenen ein geringeres Geburtsgewicht hatten. Außerdem führte Nathanielsz auch Befragungen unter den heute Erwachsenen durch und kam zu dem Ergebnis, dass die Kinder, die in den ersten drei Schwangerschaftsmonaten nicht ausreichend mit Nahrung versorgt werden konnten, bei der Geburt schwerer waren und einen größeren Kopfumfang besaßen als die Neugeborenen, deren Mütter in den letzten drei Schwangerschaftsmonaten unterernährt waren. Da die Plazenta im ersten Schwangerschaftsdrittel schneller wächst, kann die Unterernährung sogar für eine Anregung des kindlichen Wachstums sorgen, wobei bestimmte Organe kleiner bleiben als gewöhnlich. Das liegt daran, dass jedes Organ eine vorbestimmte Phase hat, in der besonders viele Zellteilungen erfolgen. Wenn in dieser Phase nicht genügend Nahrung zur Verfügung steht,so wird der Zellteilungsvorgang früher beendet und das Organ wird für das restliche Leben kleiner als üblich bleiben. Dies muss nicht zwangsläufig Nachteile mit sich bringen. Der Körper wird erst Probleme bekommen, wenn sich die Ernährung verändert, beispielsweise durch ein größeres Nahrungsangebot. Infolgedessen sind die Verdauungsorgane überfordert und das Risiko für Zivilisationskrankheiten wie Übergewicht ist erhöht. (vgl. Alberti, 2007)

Abtreibungsversuche

Bauchbabys, die einen Abtreibungsversuch ihrer eigenen Mutter, die zumeist aus Verzweiflung oder einer Notlage handelt, überleben, werden diese schreckliche Erfahrung immer in sich tragen. In speziellen Situationen tauchen Erinnerungen wieder auf und die Betroffenen erleben ein Gefühl der Hilflosigkeit und Angst. Verständlicherweise wird auch die Bindung zur Mutter traumatisiert werden, da die Bauchbabys die Ablehnung zuerst nur seelisch, dann aber auch körperlich zu spüren bekommen und die Gebärmutter, die eigentlich Schutz, Liebe und Sicherheit bieten sollte, wird zur ,,Folterkammer“. (vgl. Alberti, 2007, S.150-151)

Psychische Krankheiten

Bei Kindern, deren Mütter im letzten Trimester unter Depressionen litten, waren die Stresshormone gesteigert und die Glückshormone gesenkt. Natürlich muss dies keinen bleibenden Schaden am Kind darstellen, allerdings ist es seit frühesten Tagen mit Depression vertraut und ein erhöhtes Risiko, dass das Kind wie die Mutter an Depression erkranken wird, ist gegeben. (vgl. Hüther/ Krenn, 2013, S.110-115)


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