• Monika Berger

Das Bauchbaby (12), Die Stimmungen der schwangeren Frau


Das Bauchbaby braucht neben den Geräuschen und zugeführten Reizen auch wieder Erholung und Pause, so wie es jeder Mensch natürlicherweise benötigt. (vgl. Rijt/Plooij, 2009, Position 898-904)

Da das Bauchbaby ausgezeichnete Geschmacksknospen besitzt, ist es ihm ein Leichtes, gröbere Stimmungsveränderungen seiner Mutter zu "erschmecken“. Wenn eine Mutter ganz intensiv mit ihrem ungeborenen Kind spricht oder ihm etwas vorsingt, dann teilen sich ihre Gefühle eben auch mittels Fruchtwasser mit, was ein besseres Verständnis für die Worte der Mutter mit sich bringt.

Die Tonlage, bzw. die Abwechslung von Hoch auf Tief der mütterlichen Stimme, teilen dem aufmerksamen Ungeborenen die Stimmung seiner Mutter ebenso mit. (vgl. Rijt/Plooij, 2009, Position 684-703)

Es wurde auch beobachtet, dass gestresste Mütter eher eintönig mit ihren Ungeborenen sprechen. Entspannte Mütter wechseln viel öfter ihre Stimmlage von Hoch auf Tief. (vgl. Ellensohn, 2004, S.91)

Auch die Atmung gibt dem Bauchbaby Signale. Atmet die Mutter gleichmäßig oder stoßweise? Atmet sie mit einem Seufzen, mit langen oder kurzen Pausen? Das Kleine kann davon sehr viel ablesen und ist von den Gefühlen seiner Mutter direkt betroffen. Die Reaktion zeigt sich allerdings individuell. (vgl. Rijt/Plooij, 2009, Position 703-709) Wenn sich die Mutter wohl fühlt beim Anhören von Musik oder beim Sprechen, kann sich das Kleine das Gehörte viel besser merken. (vgl. Ellensohn, 2004, S.90)

Durch die Nabelschnur ist das Bauchbaby direkt mit der Mutter verbunden. Stress oder Glückshormone der Mutter gelangen ungehindert zu dem Kind, worauf es physiologisch reagiert. Man weiß jedoch nicht, ob das Kleine die Freude, Angst etc. wirklich verspürt. Bei Ultraschallaufnahmen zeigte sich auf jeden Fall eine Reaktion. Beispielsweise auf Angstzustände der Mutter reagierten die Bauchbabys mit Strampelanfällen oder versteiften sich. Genauso, wie das Bauchbaby das Lutschen am Daumen, die Purzelbäume, das Schmecken, das Zuhören usw. übt, so trainiert es auch Gefühle wahrzunehmen und mit ihnen umzugehen. (vgl. Hüther/ Krens, 2013, S.110-111)

Aber nicht nur die Nabelschnur ist ein direkter Leiter der Gefühle der Mutter zum ungeborenen Kind. Wie sich eine Mutter bewegt, zählt genauso wie die Stimme dazu. Ob sie energisch durch einen Raum rast, ob sie das Kind sanft hin- und herschaukelt, ob sie mit zusammengezogenen Beinen am Boden kauert, all dies bekommt das Bauchbaby mit. (vgl. Hüther/ Krens, 2013, S.111-113)

Das Verhalten der Mutter zum Kind beeinflusst ihre Beziehung ebenso. Wie reagiert die Mutter auf das erste Strampeln des Kindes? Mit Hass, Angst oder Verzweiflung? Oder doch mit Freude und Glücksgefühlen? Wie die Mutter über ihr ungeborenes Kind redet, ob sie ihren Alltag an die Schwangerschaft anpasst oder ob sie die Schwangerschaft verdrängt: All diese Gefühle der Mutter werden von dem Bauchbaby verarbeitet, im Gehirn anhand von Erfahrungen verknüpft oder auch wieder vergessen. (vgl. Hüther/ Krens, 2013, S. 113-114)


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