• Monika Berger

Namens-Tag statt Klo-Tag


Jeder Tag hat einen Tagesheiligen. Das ist mindestens ein Heiliger, der an diesem Tag vor x-Jahren gestorben, und daher für den Himmel geboren ist. Wir feiern also dessen Geburtstag im Himmel, so wie wir den Geburtstag des Kindes dann feiern, wenn es Abschied vom Leben im Bauch der Mutter genommen hat.

Das ist ein schöner und guter Brauch, der uns einerseits alle möglichen Heiligen kennenlernen lässt, uns andererseits immer einen neuen Aspekt des Heiligseins vor Augen stellt: Augustinus von Canterbury zum Beispiel war der erste Erzbischof von Canterbury und sein Fest wird heute gefeiert. Aber heilig kannst Du auch sein als Mönch, als Einsiedler, als Mutter, wie meine Namenspatronin, die hl. Monika, als Vater, wie der hl. Josef, als Lehrer und Erzieher wie der hl. Don Bosco, als Jugendlicher, wie der hl. Dominikus Savio und die hl. Maria Goretti.

Leute, die keinen Glauben mehr haben, sind da schon wesentlich ärmer. Sie müssen den Welt-Klo-Tag (gibts wirklich: 18.11.!!!) erfinden oder den Wasser-Tag oder was weiß ich.

Manchmal ist es aber auch interessant, wenn Du gewisse Tugenden der Heiligen herausnimmst und sie Dir an diesem Tag aneignest, sie genau an diesem, ihren Tag übst: Der hl. Augustinus hat den Glauben den Menschen in England gelehrt: Heute wieder neu Deinem Mann, Deinen Kindern ein Vorbild im Glauben zu sein und über irgendetwas aus der Lehre des Glaubens in der Familie sprechen: Wäre das nicht eine Idee?

Morgen: Maria Magdalena von Pazzi. Der Leichnam der Nonne aus dem 16. Jh. ist noch heute unversehrt. Sie war gebildet und ging doch ins Kloster. Morgen wäre es doch eine Idee, mal zu verzichten auf die intellektuelle Bildung zu schauen und dafür ein Augenmerk auf die Herzensbildung zu legen: Auf Deine, auf die Deiner Kinder und auch auf die Herzenbildung Deines Mannes ...!

Des Hl. Felix wird am 30. Mai, am Mittwoch gedacht. Er hat vor dem Kaiser Diocletian einige Wunder gewirkt und wurde, weil er Christ war von ihm enthauptet. Ganz gelassen können wir unseren Glauben bekennen. Unsere Heimat ist der Himmel ...!

Und der Donnerstag? „Ist frei!”, würden die österreichischen Kinder rufen.

Nicht nur frei: Das Leben als Katholik gestaltet sich wirklich sehr abwechslungsreich! Was wäre denn das Leben ohne Nahrung? Und das geistige Leben ohne Jesus? Doch das war Jesus nicht genug. Er wollte uns in echt zeigen, dass er unsere Nahrung ist ... und wurde sie. Er selbst kommt in die Gestalt des Brotes und des Weines und lässt sich von uns verzehren.

Wow! Wenn wir dieses Geheimnis verstehen wollen, müssen wir alles, was es ausmacht, verstehen und im Herzen annehmen: Alle Sakramente der katholischen Kirche, alle ihre Lehren darüber, von A bis Z!

Das wäre doch enorm, zu einem Hochzeitsmahl zu kommen und sich vom Bräutigam bedienen zu lassen, so zu tun, als kenne man ihn gut, aber eigentlich die Regeln, die in diesem Haus gelten, nicht anzuerkennen: vor dem Haus falsch zu parken, der Mutter des Bräutigams mit Verachtung zu begegnen, mit schmutzigen Händen zu essen zu beginnen, auf die Freunde der Familie mit dem Finger zu zeigen und ihrer zu spotten, ...

Deshalb tragen wir Katholiken am Fest Fronleichnam unseren Herrn, der verborgen in der Hl. Hostie lebt, durch die Straßen: Um allen zu zeigen, dass wir an Seine Gegenwart im Brot mit Leib und Seele, mit Fleisch und Blut, als Gott und Mensch glauben.

Einen schönen Tag wünsch ich Dir und eine gute Woche!

#Tagesheilige #Namenstagfeiern #Fronleichnam

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