• Monika Berger

Sex, die Schöpfung, der heilige Geist


„Mama, Du schreibst gar nicht über Pfingsten! Was ist los mit Dir?”

Ich habe eine Rüge bekommen, weil ich in diesem Blog nichts über den Heiligen Geist erzähle. Schlimm.

Aber was soll ich denn von ihm erzählen? Die Einen spotten ihn als „Vogel” aus, die Anderen wissen schon so gut Bescheid über Be-Geisterung, dass jedes Wort überflüssig ist und die Dritten? Die beten zu ihm und werden von ihm erfüllt. Dann lehrt er selbst sie und das viel besser als ich das je gekonnt hätte.

Aber über das Eine kann ich schreiben: über das, das die Männer wollen. Und ich will es heute so beim Namen nennen, vielleicht kann ich beginnen, Klarheit und damit Reinheit zu schaffen.

Ich habe lange nachgedacht, was es wohl mit dem Ausdruck der Bibel auf sich hat: „Er erkannte sie ...”, was einfach bedeuten sollte, dass sie miteinander zum ersten Mal Sex hatten.

Wenn das aber alles so einfach wäre! Wenn miteinander Sex zu haben, das Gleiche bedeuten würde wie „sie zu erkennen”! Ein himmelhoher Unterschied besteht da, und damit hat der Heilige Geist eben doch wieder was zu tun.

Gott ist der Schöpfer des Alls, des Universums. Der Mensch ist sein Ebenbild, er ist der Schöpfer der nachkommenden Menschen.

Gott, der Schöpfer, ist für das Universum zuständig, er allein kann Sterne auf ihren Bahnen lenken, der Sonne ihre Kraft und Wärme geben, dem Marienkäfer seine Punkte und der Lilie ihren Duft.

Mensch, der Schöpfer, ist für die Erde zuständig, für das Leben auf ihr, besonders für das menschliche Leben. Mensch muss zusehen, dass er mithilfe seiner Vernunft neues Leben „schafft”. Das will heißen, er soll verantwortungsvoll mit seiner Schöpfungskraft umgehen. Sie ist ein großes Geheimnis. Zwei Menschen geben ihren Körper hin, machen ihn zu einer Einheit, Gott gibt die unsterbliche Seele hinzu: Zur Liebe gehören Drei.

Entmystifiziert wird die Schöpfungskraft, das Geheimnis wird ihr entrissen, wenn aus Liebe Sex wird und aus Hingabe Selbstbefriedigung. Was glaubst Du, passiert dann mit Mensch, dem Schöpfer? Er wird zum Tier, dem Reißer. Immer grausamer, friedloser, niedriger, gefährlicher. So gefährlich, dass dieses Fast-Tier seine eigenen Nachkommen tötet.

Aber nun zum Geheimnis des Schöpfer-Menschen: Die Kraft der Schöpfung hat der Allmächtige in ihn gelegt: Lies dazu einen Auszug aus Fulton Sheens Buch „Zur Liebe gehören Drei":

Reinheit ist das Bewusstsein im Menschen, dass er über eine Gabe verfügt, die nur einmal gegeben und nur einmal empfangen werden kann. Durch die Vereinigung im Fleisch macht er das Mädchen zur Frau und das Mädchen ihn zum Mann.

Sie mögen die Gabe wiederholt genießen, aber einmal gegeben, kann sie nicht zurückgenommen werden, weder vom Mann noch von der Frau. Das ist nicht nur eine physiologische Erfahrungstatsache, sondern die Enthüllung eines Geheimnisses.

Wie man in einer Sache von der Unwissenheit zum Wissen nur einmal kommen kann, ..., so kann man auch nur einmal von der Unvollständigkeit des Wissens um sich selbst zum vollen Wissen kommen, das uns durch den Partner zuteil wird.

Ist diese Grenzlinie einmal überschritten, so gehört keines von beiden mehr sich selbst.

Die Gegenseitigkeit schafft Abhängigkeit.

Das Rätsel ist gelöst.

Das Geheimnis ist enthüllt worden.

Zwei sind eins geworden, entweder mit Gottes Zustimmung oder unter Missachtung seines Willens.

Wer behauptet, die Reinheit sei Unkenntnis der Dinge, ist wie einer der glaubt, Wissen bestehe darin, dass man die Unwissenheit nicht kenne.

Reinheit ist die Hüterin der Liebe, die Heiligkeit der Persönlichkeit, der dem Geheimnis gezollte Tribut.

(Zur Liebe gehören Drei, Fulton Sheen, Walter Verlag Olten und Freiburg im Breisgau, 1956)

Das ist gemeint mit „Er erkannte sie ...” So schön und klar und rein drückt sich die Bibel aus!

Hier und jetzt, in unseren Ehebetten, in unserer Aufklärung, die wir unseren Kinder schuldig sind, muss Pfingsten stattfinden: Der Heilige Geist, der Schöpfer, soll uns bei der Schöpfung begleiten dürfen!

Der Heilige Geist, der Schöpfer, soll unsere Worte so führen, dass die Köpfe unserer Kinder die wahre Liebe verstehen lernen: Die Liebe, die auf den wartet, der für sie vorgesehen ist, die Liebe, die für den oder die schon vor dem Kennenlernen betet.

Bewahrung der Schöpfung ist in aller Munde. Der Schöpfergeist soll uns jetzt einmal lehren, wie die Bewahrung der Schöpfung von ihrem winzigen, wunderbaren Anfang her vollzogen wird!

#Aufklärung #Reinheit #Schöpfung #gegenseitigeSelbstbefriedigung

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