• Monika Berger

Das Bauchbaby (7) Die Beziehung von Mutter und Kind


Die enge Bindung des Babys an die Mutter lässt sich auch anhand des Rhythmus des allerersten Weinens verdeutlichen. Das Schreien des Kindes passt sich nämlich der Sprechweise der Mutter an, und an dieser ganz besonderen Art des Weinens ist es möglich, die Mutter dem Baby anhand von Intonation und Rhythmus ihrer Stimme zuzuordnen. Wenn das Neugeborene also in der Lage ist, sich an die Stimme seiner Mutter und an diejenigen seines nächsten Umfeldes während der pränatalen Phase zu erinnern, dann ist es auch naheliegend, dass dem Kleinen eine gewisse Musikalität in die Wiege gelegt werden kann. (vgl. Ellensohn, 2004, S.88) Je mehr sich die Sinne des Bauchbabys ausbilden, desto ausgeprägter wird die Bindung zur Mutter. Wenn es zum Beispiel zum ersten Mal die Stimme seiner Mutter hört, ist eine engere Verbindung zu ihr entstanden. (vgl. Krüll, 2009, S.83)

Die Studien von Jeanette di Pietro, einer Pränatal-Medizinerin, die als Professorin an derJohns Hopkins Universität in Baltimore unterrichtet, waren sehr hilfreich, die Bindung vonMutter und Kind besser zu verstehen. Nicht nur Hormone sind für die Kommunikation zwischen Mutter und Bauchbaby verantwortlich. Vielmehr zeigte sich in Ultraschallaufnahmen, dass sich quälende Gedanken der Mutter direkt auf das Kind übertragen. Sein Herz beginnt schneller zu schlagen und es bewegt sich immer mehr. Dies geschieht innerhalb kürzester Zeit, was eine hormonelle Reaktion ausschließt, da diese mindestens ein paar Sekunden benötigen würde. Mutter und Kind, aber auch der Vater haben eine gewisse seelische Bindung zueinander. (Vgl. Alberti, 2002, S. 76)

Dr. Lee Salk, ein Psychologe, beschäftigte sich mit Madonnendarstellungen und bemerkte, dass 80 Prozent der Mariendarstellungen das Jesuskind auf dem linken Arm hielten. Ihm zufolge kommt das daher, dass das Kleine immer ganz nah am Herzschlag der Mutter bleiben möchte. Das Neugeborene erinnert sich demzufolge an den Herzschlag der Mutter. Er experimentierte auf einer Säuglingsstation mit den Herztönen, die er den Neugeborenen vorspielte. In der Gruppe von Babys, die dem ständigen Schlagen des Herzens ausgesetzt waren, nahmen 70 Prozent viel schneller zu als die Babys mit gewöhnlicher Behandlung. Dr. Salk spielte den Neugeborenen einmal einen Herzton von 128 Schlägen pro Minute vor. Die Babys reagierten darauf so heftig, dass er dieses Experiment beendete. (vgl. Chamberlain, 1988, S. 61)


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