• Monika Berger

hoffnungslos?


„Soviel zum Thema Hoffnung”, sage ich mir heute, am 89. Geburtstag meines Vaters. Er ist nun 33 Jahre tot.

Ich war damals ein 12-jähriges Mädchen. Voller Gottvertrauen, dass ER meinen Papa wieder gesund machen würde. Ich brachte ihm wunderschöne Bildchen mit dem Leben Jesu ins Krankenhaus, damit Papa auch dieses Vertrauen bekommen könne und endlich zu beten beginnen würde.

Anstattdessen starb dieser. Ganz einfach, ohne viel Aufsehen.

Ein Begräbnis, Mitleid mit mir und mit meiner Mama, dann ging das Leben wieder weiter.

Und heute frage ich mich oft, wie es denn sein würde MIT einem Papa. Wie dieses oder jenes sich denn anfühlen würde. Was denn wohl anders wäre, wäre er noch da.

Aber ich habe keine Ahnung. Und Sehnsucht nach einem Vater in meinem Leben. Einem Vater, der versteht, ruhig und gelassen bleibt, mich in die Arme nimmt, ein klärendes Wort spricht, den Weg weist.

Wo ist er?

Seit ich zwölf Jahre alt bin, bin ich allein. Nicht wirklich allein, aber ich fühle mich so.

Eines aber habe ich gelernt: Das Wunschbild „Papa”, das ich herbeisehne, das gibt es nicht. Ob er nun gestorben ist oder immer noch lebt, ob es Deiner oder meiner ist: Der perfekte Papa existiert wo anders.

Das Urbild, das Vorbild, das Abbild jeden Vaters achtet doch auf Dich und mich. Und auf die Väter alle ...

Nur der Schöpfer hat diese Eigenschaften, nach denen ich mich sehne und nur er übt sie so aus, dass ich auch etwas davon habe. – nicht zu seinem Vorteil, sondern zu meinem –

Ich bin allein, meine Hoffnung ist nicht in Erfüllung gegangen. Du bist allein, und fühlst auch Deine Leere in Dir. Jeder Mensch leidet an einem Mangel, jeder Mensch labt sich auch an einer Quelle. Wie köstlich ist doch die Quelle, die nie versiegt! Die Quelle des Ewigen, der auf Dich wartet.

Ich glaube das. Mein Vater wurde mir genommen, als ich noch ein Kind war. Und meiner Hoffnung wurde ein Schnippchen geschlagen. Da bin ich weitergegangen. Und ich bin dem Mehr begegnet, das meine Leere füllen konnte. Ja, ich fühle den Mangel eines irdischen Vaters, aber gleichzeitig empfange ich die Kraft vom ewigen Vater.

Glaube eines: Der Ewige lässt sich an Güte, Ruhe, Liebe, guter Vorsehung, Stärke, Gelassenheit, ... nicht übertreffen! Er hat Dich bereits angenommen als sein geliebtes Kind und will all Deine Wunden heilen.

Vater, ich setze mich nun auf Deinen Schoß.

Du nennst mich beim Namen.

Du kennst mich, Du liebst mich durch und durch.

Deine Nähe und Liebe durchwärmt mich, ich lehne mich an Deine Brust.

Dein Herz schlägt, für mich.

Du freust Dich über mich.

Deine starken Arme halten mich und liebkosen mich, ich bin sicher.

Vater, Du kennst meinen Anfang und in Deinen Gedanken ist mein Ende hier auf der Welt.

Aber dann, dann fängt alles erst an! Dann, nach meinem Tod darf ich ganz Dein Kind sein!

Und jetzt bin ich bei Dir. Ganz nahe bei Dir.

Ich kann ruhig sein, tief durchatmen, meine Augen schließen.

Meine Hilfe ist mein Vater, der Ewige!

Du hast mein Leben in Deiner Hand.

Du suchst für mich einen Weg, den Du selbst vorher abgetastet hast.

Und Du gibst mir die Kraft mit auf diesem Weg.

Du gehst voran, gehst hinter mir und hältst mich.

Du, Vater, Ewiger, Schöpfer, Du bist mein Leben!

Soviel zum Thema Hoffnung.

#allein #einsam

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© 2017 Echt.Frau Inhaberin: Monika Berger, 4030 Linz, Österreich

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