• Monika Berger

Das Bauchbaby (4) Schmerzempfindung


Vor nicht allzu langer Zeit befand man es für unnötig, Babys bei Operationen zu betäuben, denn man glaubte nicht daran, dass diese kleinen Wesen schon etwas empfinden könnten. Ihre Schmerzensschreie wurden als grundlos abgestempelt und es wurde ihnen keine weitere Beachtung geschenkt. Erst als man sich dieses Schmerzempfinden des Ungeborenen vor Augen hielt, begann ein Umdenken im Umgang mit chirurgischen Eingriffen ohne Narkosemaßnahmen. (vgl. Ellensohn, 2004, S.69)

Laut Michael Hertl (1994, S. 92) werden heutzutage für Feten ab der achten Schwangerschaftswoche Beruhigungs- oder Schlafmittel eingesetzt, wenn man bei einem Eingriff Schmerzen auslöst. Nach der 22. Woche wird das Bauchbaby bei Operationen genauso betäubt wie ein Erwachsener, nur eben in entsprechender Dosierung. Ab der 23. Schwangerschaftswoche kann man sehen, dass Kinder auf Schmerz mit ihrer Mimik oder auch mit Bewegungen reagieren. Auch bei Fruchtwasseruntersuchungen kann man beobachten, wie sich das Bauchbaby von der Nadel wegzubewegen versucht. (vgl. Krüll, 2009, S.116)

Bei intrauterinen Eingriffen wird der Uterus beleuchtet für eine bessere Sicht. Dies und die Tatsache, dass Fremdkörper in die Welt des Bauchbabys eindringen, verursachte bei sechs bis acht Wochen alten Bauchbabys oftmals eine Schockstarre. (vgl. Hertl, S. 66-76)

Man kann ab der 19. Woche Stresshormone nachweisen, beispielsweise bei der Einführung einer Nadel für eine Bluttransfusion. Zudem wurde auch bestätigt, dass schon ab der 21.Woche Schreie des Ungeborenen als Reaktion auf einen ihnen zugefügten Schmerz wahrzunehmen sind. Es wird angenommen, dass der Fötus ab der 22. Schwangerschaftswoche bewusst Schmerz empfinden kann und dass ab der 28. Schwangerschaftswoche eine Erinnerung an dieses schmerzauslösende Ereignis denkbar ist. In England fordern nun einige Wissenschaftler eine Betäubung der Föten bei einer Abtreibung ab der 17. Schwangerschaftswoche. Zu beachten ist auch, dass Bauchbabys am Ende des zweiten Trimesters mehr Schmerzen wahrnehmen können als Neugeborene. (vgl. Hüther/Krens, 2013, S.82-83)

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