• Monika Berger

Im Entsagen liegt die Kraft


aus „Wiederkehr der Hoffnung” (Tomislav Ivancic, Zagreb,1995)

Die Liebe, verehrte Leser, ist ein Grundgesetz des Lebens. Dabei sind jedoch die Wörter 'mögen' und 'lieben' zu unterscheiden. Mögen können wir ein gutes Essen, Obst, Säfte, Wein. Mögen können wir irgendeine Arbeit oder ein Auto, ein Haus, Möbel. Mögen heißt, etwas haben wollen, besitzen, genießen. Mögen hat als Inhalt auch einen guten Teil Egoismus in sich.

Jemanden zu lieben hingegen bedeutet, ihn als Person zu schätzen, auf eigenen Genuss zu verzichten, damit der andere genießen kann. Lieben heißt, einem anderen Leben schenken, ihm zum Erfolg helfen. Liebe und Verzicht gehen Hand in Hand. Mögen und Verzichten jedoch sind Gegensätze. Wenn Dich jemand mag, wird er bereit sein, vieles zu tun, aber nur, so weit es ihm Annehmlichkeit und Genugtuung bereitet. In dem Moment aber, wo Du ihm nicht mehr Quell des Genusses bist, wird er aufhören, Dich zu mögen.

Liebe ist etwas anderes. Ein Kind kann erkranken, kann die Mutter so belasten, dass es ihr geradezu unsympatisch wird, aber sie liebt es trotzdem und ist bereit, sich für das Kind aufzuopfern.

Mögen und lieben ist auch in der Beziehung zwischen Bursch und Mädchen zu unterscheiden. Oft verletzen junge Menschen einander, gerade, wenn sie sagen, sie lieben sich. Einer im anderen sehen sie eine Quelle von Selbstbestätigung und Genuss, daher sind sich auch bereit, zu sündigen, ihr Gewissen zu belasten, durch Sünde einer den anderen von Gott abzukehren und danach auch von den Menschen, nur um diesen Genuss zu erlangen. Sie gefallen einander und deshalb mögen sie sich.

Wenn ein Junge und ein Mädchen einander aber wirklich zu lieben beginnen, dann werden sie zueinander so zärtlich sein wollen, dass sie sich nie gegenseitig verletzen würden. Sie erleben einer den anderen irgendwie von innen her, als Person, und kein Unlustgefühl wird sich je trennen können. Mit den Jahren wächst ihre Liebe. Deshalb wird ein rechter Junge, ein rechtes Mädchen, stets sagen, dass sie eben deshalb, weil sie einander lieben, einander nie Wunden zufügen könnten.

Leidenschaft und Genuss lehnen den Verzicht ab. Die Liebe hingegen verlangt, dass wir verzichten. Die Liebe ist ans Kreuz geheftet, damit sich Leben entwickeln kann. Den anderen lieben heißt, die eigenen Leidenschaften, seinen Egoismus, seinen Stolz und seine Eitelkeit zu beschneiden, damit die Person des anderen leben kann.

Das Kreuz ist das Zeichen der Liebe und ihre höchste Stufe. Gott liebt uns nicht, weil wir ihm gefallen, sondern, weil er möchte, dass wir ewig glücklich werden.

Es gibt Menschen, die für ein hohes Ideal kämpfen, um dafür geehrt zu werden. Aber es gibt auch solche, die kämpfen und dafür keine Belohnung erwarten als die Gewissheit, für die Freiheit und den Frieden gekämpft zu haben.

...

Wie sehr brauchen wir Menschen, die Mut zum Verzicht haben! Jedem von uns werden sie ein Beispiel sein. Vielleicht bist auch Du unter ihnen zu finden. Gott segne Dich!

#MutzumVerzicht #wahreLiebewartet #wahreLiebe #keinSexvorderEhe

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