• Monika Berger

Emanzipation


Erstaunlich naiv sind die Frauen, die das Vorurteil übernehmen, nur jene Frau sei emanzipiert, an der man nicht mehr erkenne, dass sie eine ist!

Ich gebe hier einen Ausschnitt aus dem Buch „Mit Freuden Frau sein ... und was der Mann dazu tun kann” (Ingrid Trobisch, Brockhaus Verlag 1974) wieder, der alles, was ich bisher zur Würde der Frau geschrieben habe, unterstreicht und zusammenfasst.

Man meint, mehr es der Frau gelinge, das Frauliche zu verdrängen und sich dem Mann anzugleichen – angefangen beim Haarschnitt und Kleidung bis hin zur Gefühlswelt, ja bis hinein ins sexuelle Erleben – umso mehr könne diese angepasste „Männin” sich selbst bejahen und würde dann vom Mann auch als gleichwertig anerkannt werden.

Das aber ist ein folgenschwerer Irrtum. Gerade durch die Angleichung an den Mann und die Verleugnung des Weiblichen in ihr verlor die Frau, was ihr Eigenstes war: Das Umworbenwerden von seiten des Mannes.

Der emanzipierten Männin kann und will der Mann nicht mehr einen Sitzplatz anbieten, noch den Mantel oder die Tür halten. Sie ist für ihn nicht eroberungswürdig.

(...)

Man verstehe mich nicht falsch: Es geht mir nicht darum, dem berechtigten Emanzipationsstreben der Frau Einhalt zu gebieten und den Versuch zu machen, das Rad der Geschichte zurückzudrehen. Die Aufgabe, die ich mir gestellt habe, stellt sich anders dar: Ich möchte der emanzipierten Frau helfen, ihre Weiblichkeit zu bewahren.

Denn die Weiblichkeit der Frau und die Männlichkeit des Mannes ist das von Gott Gemeinte, ist miteinander Ebenbild Gottes (1 Mose 1,27).

Der Weg, den ich vorschlage und den ich selbst gegangen bin, ist genau der Umgekehrte: Ich behaupte, dass nicht die Frau emanzipiert ist, die sich dem Mann angleicht, sondern die Frau, die sich gerade in ihrem Anderssein voll bejaht.

Nur ihr wird der Mann seine Anerkennung nicht verweigern, nur um sie wird er werben und kämpfen, während er auf die konkurrierende Männin feindlich und verächtlich reagiert.

Denn sie macht es ihm unmöglich, ganz Mann zu sein. Indem sie den Graben zuschüttet zwischen den Geschlechtern, verschüttet sie ihm die besten schöpferischen Kräfte.

(Soweit der Ausschnitt aus Ingrid Trobischs Buch.)

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© 2017 Echt.Frau Inhaberin: Monika Berger, 4030 Linz, Österreich

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