• Monika Berger

„nur” beten


In der kirchlichen Tradition wird die große Beterin Maria von Betanien auch mit jener Frau identifiziert, von der uns im Evangelium berichtet wird, dass sie Jesus mit kostbarem Nardenöl das Haar salbt und mit ihren Tränen seine Füße wäscht.

Sie verschwendet ein teures Parfüm, dessen Verkauf einem Dutzend Armer eine warme Mahlzeit und neue Kleidung beschert hätte, nur um ihre Liebe zu Jesus zum Ausdruck zu bringen. Wahrscheinlich hat sie all ihre Ersparnisse zusammengesucht, um sie nun für Jesus zu „verschleudern”.

Eine Torheit, die Judas kritisiert, und doch eine übergroße Liebe, die der Herr lobt und gutheißt.

Diese Frau ist Vorbild all derjenigen Menschen, die ihr Leben ganz dem Gebet weihen, die sich – was den Leuten zu allen Zeiten als Torheit und Weltflucht erschien – hinter Klostermauern zurückziehen und hinter Gittern leben, nur um zu beten, um bei ihrem göttlichen Freund zu verweilen, um ihr Leben auszugießen und für ihn zu verschwenden.

Eine Torheit, wenn es ohne Liebe geschieht; großartig und wunderbar aber, wenn die Freundschaft zu Gott Mitte und Fundament dieses kontemplativen Lebens ist.

So auch unser Beten: sinnlose Zeitverschwendung, wenn es nur Selbsterfahrung oder Suche nach religiösen High-Erlebnissen ist; kostbar und fruchtbar, wenn wir Gottes Freundschaft suchen – auch in Zeiten der Trockenheit und Langeweile.

aus: CNA


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© 2017 Echt.Frau Inhaberin: Monika Berger, 4030 Linz, Österreich

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