• Monika Berger

Die Heiligen feiern mit – eine Geschichte über Halloween und alle Heiligen für alle Kinder, die nich


Eines Tages kamen im Himmel alle Heiligen zusammen. „Wir feiern jetzt!“, sagten sie. „Ja?“ fragte die Gottesmutter? „Was denn?“ „Halloween!“ sagten alle Heiligen und nickten begeistert. „Warum das denn?“, fragte die Gottesmutter. Ihr seid doch Heilige und nicht Kürbisgeister! Ihr habt den Hass der Welt besiegt, seid fröhlich durchs Leben gegangen und habt euch vor nichts gefürchtet!“

„Ja, schon“, antworteten die Heiligen alle. Aber schau, liebe Maria, da unten: Schau sie dir an, die Kinder!“

Und die Heiligen zeigten auf die Erde hinunter, wo einige Kinder ratlos auf ihre Mütter blickten, die ihnen erklärten, dass Halloween ein unsinniges Fest sei, dass um Zuckerl zu betteln komisch sei und dass man das alles viel besser machen könne.

„Wir müssen da mitmachen! Die Kinder können wir doch nicht alleine lassen!“ Die Muttergottes lächelte. „Gute Idee!“ sagte sie. „Ich geb´ euch den Erzengel Raphael mit. Der kennt sich da aus.“

Und so war plötzlich, am Abend vor Allerheiligen der Himmel leer. Die Heiligen tummelten sich alle auf der Erde und der heilige Erzengel Raphael hatte alle Hände voll zu tun, um den verschiedenen Heiligengruppen beizustehen.

Am besten lief es bei St. Georg. Er ist ja der Drachentöter. Also hatte er seine lange Lanze mitgebracht, seinen Bogen und die Pfeile und saß natürlich auf einem Schimmel und hatte seinen goldenen Helm auf.

Er ritt in der Luft zu den Kindern, die nicht um Süßigkeiten betteln gingen. Die saßen nämlich daheim und waren ein wenig sauer. Aber sie malten Heiligenbilder an. Mit neugekauften Buntstiften, die funktionieren wie Wasserfarben. Es war schon dunkel. Plötzlich hörten die Kinder großen Lärm draußen. Im Haus nebenan schimpfte die Nachbarin, eine Tür flog zu, ein großer Knall und hämisches Gelächter von etwas zu großen Kindern erscholl.

Dann läutete es an ihrer Haustür. „Was sollen wir tun?“ fragten sich Mama und Papa. „Wenn wir öffnen, haben wir das Gesindel herinnen!“

„Papa, Mama!“ „Ihr seid Feiglinge!“ „Gerade noch habt ihr uns eine Geschichte vom heiligen Georg vorgelesen, wie er den Drachen tötete und jetzt wollt ihr die wundertätigen Medaillen in den Säckchen mit den Süßigkeiten nicht herschenken!“, rief Tomas und trabte zur Haustür. In der Hand hielt er fünf Säckchen, in jedes waren Schokos, Zuckerln, eine wundertätige Medaille und eine kurze, nette Beschreibung von ihr verpackt.

Da läutete und klopfte es zu gleichen Zeit. Ganz laut. Tomas öffnete mit einem Ruck. Vor ihm stand ein ziemlich betrunkener Jugendlicher, hinter ihm eine ganze Horde anderer. In der Hand hielten sie Unrat, faule Eier und ähnliches. Alle waren schon drauf und dran diesen Dreck in die Wohnung hineinzuschießen. Da durchbohrte ein Pfeil genau ein Ei. Ein faules Ei. Die Hand des Jungen, die es gehalten hatte, wurde mit dem stinkenden Inneren besudelt, aber der Junge war viel zu erstaunt, um den Gestank zu bemerken. Was hätte passieren können, hätte der Schütze sein Herz oder sein Gesicht anstatt des Eies getroffen? Er schnappte nach Luft und schrie auf.

Nun ging es Schlag auf Schlag. Vom Himmel regnete es Lanzen. Vor jeden der Jugendlichen spießte sich eine in den Boden und vibrierte vor dessen Gesicht. Wie versteinert standen sie da.

Tomas und seine Geschwister kannten die Geschichte. „Der Heilige Georg!“ jubelten sie. Sie blickten nach oben, von wo die Lanzen und der Pfeil gekommen waren. Und sie hörten einen lauten Ruf: „Alle Heiligen sind Sieger!“ „So feiert man Halloween!“ Sankt Georg in all seiner Pracht hatte das gerufen!

Ganz, ganz kurz konnten alle, die gen Himmel blickten auch die restlichen feiernden Heiligen erblicken: Eine unzählbare Schar von Siegern, froh, glücklich, frei und stark.

Dann war es still und dunkel wie zuvor. Bis auf die verdatterten Jugendlichen. Die Pfeile waren verschwunden, das faule Ei aber blieb zerbrochen und der stinkende Dotter rann über die Hand.

Die Eltern und Kinder gingen zu jedem der Jugendlichen. „Wir feiern morgen Allerheiligen“, sagten sie. „Aber das kann man auch schon am Abend zuvor feiern. Hier ist ein kleines Geschenk für euch!“ und sie überreichten den Gestalten die Säckchen.

Als die Polizei kam, die die Nachbarn gerufen hatten, fanden die Polizisten nur ein paar kleinlaute, ganz stille große Kinder vor. Gemeinsam mit dem Vater machten sie alles wieder sauber, was sie angerichtet hatten und gingen nach Hause, um die Beschreibung der wundertätigen Medaille im Säckchen zu finden und zu lesen …

Und die Kinder zeichneten nun begeistert ihre Heiligenbilder fertig und dann beteten sie für ihre „Besucher“.

Und die Heiligen? Sie stellten noch viele ähnliche Streiche an, damit den Kindern, die an Gott glauben und nicht an Kürbisgeister, auch der Mund offen stand. Nicht vor Bauchweh von den vielen Süßigkeiten, sondern vor Staunen und Begeisterung über die Größe Gottes.

Ein kleiner Link zu unseren Freunden in den USA: Auch sie haben ihre Art, Halloween gut zu feiern ...

#Halloween #AllerheiligenmitKindernfeiernstattHalloween #eineAllerheiligengeschichte

39 Ansichten

Ja, ich möchte diesen Blog abonnieren!

© 2017 Echt.Frau Inhaberin: Monika Berger, 4030 Linz, Österreich

echt-frau@hotmail.com

  • Black Facebook Icon
  • Black YouTube Icon
  • Black Instagram Icon
  • Black Pinterest Icon
This site was designed with the
.com
website builder. Create your website today.
Start Now